Für die Zeit, die bleibt
Wenn ein Mensch, den Sie lieben, weniger wird – durch eine unheilbare Diagnose, einen langsamen Abschied oder einfach, weil ein Körper an seine Grenze kommt – suchen Sie vielleicht nach etwas, das Sie nicht genau benennen können. Nicht nach Informationen über die Krankheit. Nicht nach Bestattungsvorsorge. Eher nach etwas wie: Was mache ich mit der Zeit, die uns bleibt?
Wir haben diese Seite geschrieben, weil viele Menschen, die irgendwann zu unserer kleinen Manufaktur finden, uns genau das erzählen. Sie haben nicht nach Schmuck gesucht. Sie haben nach einer Möglichkeit gesucht, etwas festzuhalten.
Was folgt, ist ein kurzer Leitfaden mit ein paar kleinen, alltäglichen Dingen, von denen Familien uns erzählt haben, dass sie einen Unterschied gemacht haben. Lesen Sie, was Ihnen hilft. Überspringen Sie den Rest. Es gibt keinen perfekten Weg.
Was kann man tun, solange noch Zeit ist?
Ein Andenken an einen geliebten Menschen muss nicht groß oder teuer sein. Die Dinge, von denen Familien uns am häufigsten erzählen, sind klein: eine Stimmaufnahme, ein Foto der Hände, etwas Handgeschriebenes, ein gemeinsamer gewöhnlicher Nachmittag – und manchmal ein Fingerabdruck.
Die Stimme aufnehmen – ganz beiläufig
Kein förmliches Interview. Eine Sprachnachricht mit der Bitte, vom Tag Ihrer Geburt zu erzählen. Eine Handyaufnahme beim Mitsingen im Radio. Es sind die unspektakulären Aufnahmen, die später am meisten bedeuten.
Die Hände fotografieren, nicht das Gesicht
Sie haben tausende Fotos vom Gesicht. Aber vermutlich kaum welche von den Händen – den Händen, die Ihre gehalten haben, die für Sie gekocht haben, die beim Erzählen gestikuliert haben. Machen Sie jetzt ein paar.
Um etwas Handgeschriebenes bitten
Ein Rezept. Ein kurzer Satz. Eine Unterschrift auf einem Blatt. Es muss für sich genommen nichts Besonderes sein – die Handschrift selbst ist das Besondere.
Etwas ganz Gewöhnliches gemeinsam tun
Wäsche zusammenlegen. Ein Fußballspiel schauen. Zusammen frühstücken. Manche Erinnerungen, die später auftauchen, sind die, die sich damals nach nichts angefühlt haben.
Der richtige Zeitpunkt für ein Andenken
„Ist es zu früh?“ Nein. Fast jede Familie, die uns schreibt, stellt sich diese Frage. Fast keine wünscht sich im Rückblick, sie hätte gewartet.
„Ist es zu spät?“ Nicht unbedingt. Oft nehmen Bestatter Wachsabdrücke der Verstorbenen. Wir haben uns darauf spezialisiert auch diese verwenden zu können. Wenn Sie nicht sicher sind, ob etwas Verwendbares da ist, fragen Sie uns. Wir beantworten jede Nachricht persönlich.
Häufige Fragen
Kann man einen Fingerabdruck von einem lebenden Menschen nehmen?
Ja. Der Abdruck wird zuhause mit einem einfachen Set genommen – behutsam, ohne Eile, auch bei Menschen, die geschwächt oder bettlägerig sind. Jedes Set enthält Material für mehrere Versuche.
Wie nimmt man einen Fingerabdruck zuhause ab?
Mit einem Abdruck-Set, das wir Ihnen zusenden: ein Stempelkissen und geeignetes Papier, mit einer kurzen, verständlichen Anleitung. Der Moment darf ruhig emotional sein – es gibt keinen perfekten Weg, das zu tun.
Kann man einen Fingerabdruck nachträglich von Gegenständen nehmen?
Oft ja. Verwendbare Abdrücke finden sich auf unterschriebenen Dokumenten, Ausweisen, Karten oder Keramik. Schicken Sie uns ein Foto des Gegenstands – wir sagen Ihnen ehrlich, ob der Abdruck verwendbar ist.
Was ist ein sinnvolles Andenken an einen sterbenden Angehörigen?
Das, was sich für Sie richtig anfühlt. Viele Familien kombinieren mehrere kleine Dinge: Stimmaufnahmen, Fotos der Hände, etwas Handgeschriebenes, ein Fingerabdruck. Keines davon schließt das andere aus – und keines davon muss gekauft werden.
Wie lange dauert die Anfertigung eines Fingerabdruck-Schmuckstücks?
Das Abdruck-Set versenden wir innerhalb von 24 Stunden (werktags). Die Anfertigung von Hand dauert danach in der Regel vier bis acht Wochen. Wenn die Zeit drängt, sagen Sie uns Bescheid – wir tun, was möglich ist. Und wenn sich Ihre Umstände ändern, passen wir uns an, ohne dass es ein unangenehmes Gespräch braucht.
Ihr wertvolles Erbstück
Other places to find support
Wir sind keine Trauerbegleitung, und es gibt Dinge, die wir nicht leisten können. Wenn Sie über Andenken hinaus emotionale oder praktische Unterstützung suchen:
- Deutsche Krebshilfe – Beratung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige
- Deutscher Hospiz- und PalliativVerband – Hospiz- und Palliativangebote in Ihrer Nähe
- Krebsinformationsdienst – Informationen und Beratung für Angehörige
Wir verlinken diese Angebote, weil sie hilfreich sind – nicht, weil wir müssen. Wenn Sie eine Anlaufstelle kennen, die hier fehlt, sagen Sie uns Bescheid.
